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Strukturprinzipien der PKV

Der Begriff PKV ist die gebräuchliche Abkürzung für die privaten Krankenversicherungen in Deutschland. Zwischen der PKV und der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) gibt es erhebliche Unterschiede. Im folgenden informieren wir Sie über die grundlegenden Merkmale der privaten Krankenversicherer. Zudem möchten wir Ihnen eine kleine Hilfestellung für Ihre Entscheidung bzgl. eines evtl. Wechsels bieten.

Freiwillige Versicherung
Im Gegensatz zur Gesetzlichen sind private Krankenversicherungsanbieter an den Gesetzen von Angebot und Nachfrage sowie den Anforderungen der potentiellen Kunden orientiert. Die verschiedenen Versicherer müssen in diesem Zusammenhang erstklassige Leistungen offerieren, um konkurrenzfähig zu sein. Der Wechsel ist für Selbständige, Freiberufler und Beamte sowie als Sonderstatus für Studenten generell möglich, bei Angestellten gilt es die Versicherungspflichtgrenze zu beachten. An die Entscheidung bzgl. des Wechsels ist man - von Ausnahmen abgesehen - gebunden.

Kostenerstattungsprinzip
Als Privatversicherter ist man direkter Vertragspartner des entsprechenden Arztes, Krankenhauses etc. Daher besteht - im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse, wo dem Versicherten nur die entsprechenden Vertragsunternehmen möglich sind - freie Wahl bzgl. Krankenhäusern, Ärzten, alternativen Heilangeboten, Masseuren etc. Es gilt das Kostenerstattungsprinzip, was bedeutet, dass die Rechnungen auf den Versicherten ausgestellt, von ihm bezahlt und zur Erstattung bei dem betreffenden PKV-Unternehmen eingereicht werden.

Prinzip der individuellen Versicherung
In der PKV gilt das Prinzip der individuellen Versicherbarkeit. Dies bedeutet, dass jeder Versicherte ein Leistungspaket nach Wunsch schnüren kann. Der Privatversicherte bestimmt, welche Bereiche eingeschlossen sind und welche nicht. Vom Basisschutz bis zum Spitzenpaket ermöglichen private Krankenversicherer auf diese Art und Weise Vertragsmodelle nach Kundenwunsch.

Beitragsberechnung nach dem Äquivalenzprinzip
Der Beitrag in der PKV orientiert sich zunächst am Eintrittsalter und dem gegenwärtigen Gesundheitszustand. Generell gilt, dass der Wechsel umso günstiger ist, je früher er erfolgt. Entscheidender Einflussfaktor für die Beitragshöhe ist - dem Äquivalenzprinzip folgend - jedoch das individuell vereinbarte Versicherungspaket. Je umfangreicher der Versicherungsschutz ist, umso höher sind natürlich auch die entsprechenden monatlichen Beiträge.

Altersrückstellungen
Aufgrund einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft bildet die PKV sog. Altersrückstellungen. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Maß, in dem die Versicherten die Versicherung belasten. Damit aber nicht wie in der gesetzlichen Krankenkasse die Jungen die Alten finanzieren müssen, sorgen die Krankenversicherungsanbieter mit ihren Rücklagen für eine Verminderung der monatlichen Beiträge im Alter.

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